7. INTERNATIONAL LIGHTHOUSE / LIGHTSHIP WEEKEND (ILLW) 21./22.08.2004

LLW 2004: DL0MFK/LH zum zweiten Mal am Lotsenturm in Karnin/Usedom QRV

Da die 2003er Aktivierung des Lotsenturms in Karnin ein toller Erfolg war und uns allen sehr viel Spass gemacht hat, stand für uns bereits zum Ende des Jahres 2003 fest: auch 2004 sind wir zum Lighthouse-Weekend wieder in Karnin!

Noch im alten Jahr begannen die Vorbereitungen für dieses Wochenende:

– Rolf DL2ARH stellte den Antrag an die Mitgliederversammlung der Marinefunkerrunde, das Rufzeichen DL0MFK für dieses Event wieder verwenden zu dürfen. Der Antrag wurde mit Mehrheit positiv beschieden – vielen Dank, liebe Funkfreunde, auch für die Weitervermittlung der eingegangenen QSL-Karten !

– Im November 2003 besuchten Rolf DL2ARH und Torsten DL4APJ Herrn Pilling, den Pächter des Leuchtturmes, um den im August 2003 vorabgestimmten Termin festzumachen und ein paar kleine Aufmerksamkeiten incl. Video unserer Karninier Aktivität zu übergeben. Vielen Dank an Herrn Pilling für seine großzügige Unterstützung des Events !

– Reinhard DL5ZA baute für die Kurzwellenbänder 7 MHz, 10 MHz, 14 MHz, 18 MHz und 21 MHz jeweils eine J-Antenne, die zusammen mit den von Alex DH1NAX besorgten Bandfiltern deutlich zur Entkopplung der einzelnen TRXe beitrug.

– Torsten DL4APJ gab die QSL-Karten bei QSL-SHOP in Berlin in Auftrag, sicherheitshalber 1.500 Stück, da von den 1.000 Stück in 2003 nur noch wenige übrig waren (u.a. auch aufgrund einer Reihe eingegangener Hörberichte von SWL-Stationen !). Für 2005 wollen wir eventuell eine neue Karte entwerfen, dann mit einem Bild der Crew und dem Lotsenturm im Hintergrund – man darf gespannt sein!

– Rolf DL2ARH besorgte Ketten, Seile und Umlenkrollen (bewährte Maritimtechnik), die uns ein problemloses Auf- und Ablassen der am Leuchtturm angebrachten Drahtantennen ermöglichten.

– Reinhard DL5ZA verschickte an alle Teilnehmer das Log-Prgramm PORTABELLOG, ein sehr einfach zu bedienendes, dabei aber alle Anforderungen erfüllendes DOS-Prgramm, was auch unter XP läuft.

Verstärkt wurde die 2004er Crew von DL0MFK durch Karl-Heinz DH8WG, der sich gemeinsam mit Reinhard DL5ZA den SSB-Verbindungen auf 144 MHz widmete. Hier die komplette Crew sowie die einzelnen Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge der Calls):

Ilona, DG1ASK

Alex, DH1NAX

Karl-Heinz, DH8WG

Klaus, DL1AVD

Joachim, DL1AVU

Matthias, DL1JMS

Rolf, DL2ARH

Torsten, DL4APJ

Reinhard, DL5ZA

also insgesamt 9 Operator aus 6 Ortsverbänden.

Nach einigem eMail-Verkehr in der heissen Phase der Vorbereitung Anfang August 2004 (wichtig: wer bringt Thüringer Rostbratwürste, einen Rost mit Holzkohle, Bier usw. mit !) tarfen sich am Nachmittag des 20.08.2004 alle Crew-Mitglieder am Karniner Lotsenturm. Ilona und Rolf waren mit ihrem Motorboot „Skipper“ angereist und bereits seit einigen Tagen in der Gegend,

ebenso wie Joachim, der mit dem Auto zur Insel fuhr und mit seiner XYL schon seit Sonntag in einer Pension in Karnin Quartier genommen hatte.

Der Aufbau gestaltete sich trotz kräftiger Windböen und einiger Regenschauer recht problemlos, da wir von den Erfahrungen des letzten Jahres profitieren und ausserdem auf Rolfs technische Hilfsmittel (Seile und Umlenkrollen) zurückgreifen konnten, die das Anbringen und nachträgliche Umhängen und Anpassen der Drahtantennen sehr vereinfachten.
Gegen 17:00 Uhr Ortszeit war die Technik entfaltet, und es konnten ausgiebige Test durchgeführt werden.

Wie man auf den Bildern sieht, hatten wir nicht gerade Kaiserwetter, im Gegenteil: Petrus spielte an diesem Wochenende das ganze Repertoire durch: einmal strahlender Sonnenschein, dann wieder schnell heranziehende dunkle Wolken, die auch gleich ihre feuchte Last über uns abluden, dazu noch Gewitter und – aber das ist an der Küste natürlich immer so – ein recht kräftiger Wind. Aber das konnte uns nicht verdriessen, ausserdem hatten wir auch für diese Fälle vorgesorgt und den Pavillon entsprechend gesichert, Klaus DL1AVD bediente sich der guten alten „Ein-Strich-kein-Strich“-Methode, um sich und sein Equipment gegen eindringende Nässe zu schützen usw.

Und der Regenbogen nach dem Gewitterguss entschädigte uns dann wieder alle…

Am Sonnabend früh gegen 08:30 Uhr ging es dann richtig los. Auf den Bändern tobte schon das Getümmel der Lighthouse-Stationen (und der Stationen, die mit ihnen arbeiten wollten), so dass man Mühe hatte, eine freie QRG zu erwischen (das war besonders auf 40 m der Fall…). Aber die geduldigen (und zum Teil hart contesterprobten) OPs von DL0MFK/LH waren dann doch auf allen Kurzwellenbändern von 3,5 bis 21 MHz zu arbeiten: „Delta Lima Zero Mike Fox Kilo, Lighthouse“ tönte es aus den verschiedenen Ecken unseres QTHs, natürlich auch in CW und PSK31, was auch immer wieder interessierte Zuhörer vor Ort anzog: die Bewohner der Lotsenhäuser kannten ja die „Verrückten“ schon vom vorigen Jahr – aber auch Spaziergänger, die zum Karniner Yachthafen oder zur Haffschänke unterwegs waren, blieben stehen und schauten dem Treiben zu, stellten interessierte Fragen, verfolgten das Geschehen und freuten sich mit uns, wenn wir wieder ein neues Land geloggt hatten.

Trotz der teilweise Pile-Up-artigen Zustände auf den Bändern haben wir doch nie vergessen, dass es sich um keinen Wettbewerb, sondern um ein Aktivitätswochenende handelt, mit dem an die Ursprünge der Kommunikation zwischen Schiffen und dem Festland gedacht werden soll.

Ausserdem sollte das Ganze ja auch Spass machen und nicht in Stress ausarten, somit stand für uns auch der abendliche Plausch – nicht nur um Amatuerfunkthemen – rund um den Thüringer Holzkohlengrill ganz fest mit auf der Tagesordnung:

Das obligatorische Gruppenfoto am Sonntagmittag:

Fazit am Ende des Lighthouse-Weekends: trotz der kleinen Störungen durch das Wetter ein sehr erfolgreiches Wochenende, und deutlich mehr QSOs wie im Vorjahr (obwohl darin nicht unser ausschliessliches Ziel bestand), was wir der optimierten Technik (Antennen und Filter) zuschrieben.

Ein weiterer Pluspunkt für 2004 war, dass das Bikertreffen, was traditionell Mitte August in Karnin (auf der Wiese am Hafen) stattfindet, in diesem Jahr ein Wochenende vor dem Lighthouse-Weekend war. Das wirkte sich deutlich entspannend fürs Gemüt aus, und die OPs konnten die Sache doch wesentlich ausgeruhter angehen. Biker sind nämlich ganz schön harte Kerle, was das Durchstehvermögen am Biertresen und auf bzw. vor der Rockbühne betrifft: DL1AVD und DL4APJ, die letztes Jahr direkt am Leuchtturm übernachteten, können ein Lied davon singen („Bis früh um fünfe…“)… 😀

Ausserdem war das QRM-lokal auch tagsüber im letzten Jahr manchmal schon recht heftig. Wobei: die PA-Anlage auf der Bühne war auch nicht ganz einstrahlfest: als ich nämlich bei „Vadder Genz“ in der Haffschänke meinen Mittags-Brathering aß, vernahm ich deutlich ein Brabbeln aus den Boxentürmen, was nur „CQ Lighthouse“ heissen konnte und von Reinhards 2m-Station + Endstufe (die Yagi zeigte gerade in Richtung Bühne…) stammte. Somit war sicher beiden Parteien geholfen, dass die Termine in diesem Jahr nicht aufeinander fielen.

Nach dem Ende der Veranstaltung war noch Zeit für ein paar Bilder, aufgenommen nach dem Antennenabbau vom Lotsenturm (dann natürlich bei schönstem Sonnenschein…):

Torsten, DL4APJ

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